Goldeck:
Im Zentrum von Oberkärnten
Spittal an der Drau ist nicht nur Bezirkshauptstadt, sondern auch das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum von Oberkärnten. Südlich davon erhebt sich das mächtige Goldeck (2.142 m, Abb. 1), dessen Gipfel das Ziel des nachfolgenden Wandertipps ist. Gleich neben dem Gipfelkreuz steht ein weithin sichtbarer Sendemast. Bei der Besteigung kann man sich einiges an Hm sparen: entweder mit der Goldeck-Seilbahn direkt von der Bezirkshauptstadt oder über eine mautpflichtige Panoramastraße vom Ort Zlan. Wir werden die zweite Variante nehmen. Bereits auf der Panoramastraße unterwegs genießt man schöne Ausblicke (Abb. 2) in die Umgebung des Goldecks.
Am Ende der knapp 15 km langen Goldeck-Panoramastraße beim Parkplatz Seetal (1.883 m) neben der Wieserhütte angekommen, blickt man Richtung Norden (Abb. 3) die steilen Wiesenhänge hinauf zum Gipfel, der rund 250 Hm über uns liegt. Über eine Sandstraße, die kurz vor dem Parkplatz beginnt, benötigt man lediglich eine Stunde für die Wanderung zum Gipfel. Wir hingegen werden in einem ausgedehnten Rechtsbogen über die Kapelleralm (1.851 m) und die Gusenalm (1.740 m) deutlich länger zum höchsten Punkt wandern.
Dazu wählen wir die beim Parkplatz beginnende Forststraße, die zuerst leicht absteigend Richtung Westen startet. Dabei geht es an einem kleinen Teich vorbei, wunderbar ist der Blick auf die Bergwelt Richtung Süden (Abb. 4). Nach einer Linkskurve kurz ansteigend nach Süden, wendet sich die Forststraße wieder Richtung Westen (Abb. 5). Hier sind nun der felsige Staff (2.217 m), die Eckwand (2.221 m) und dahinter der grasbewachsene Latschur (2.236 m), den man vom Ostufer des Weissensees besteigen kann, halblinks vor uns sichtbar. Nach einer Abzweigung, bei der man rechts über das Thörl zum Gipfel des Goldecks aufsteigen könnte – wir werden diesen Weg beim Abstieg verwenden – sehen wir unter uns bereits die bewirtschaftete Kapelleralm (Abb. 6), zu der wir weiter absteigen und die wir nach rund 20 Minuten erreichen.
Entweder auf einem zuerst ebenen und dann steil abwärts führenden Steig oder weiter mit einer Serpentine auf der Forststraße mit großartigen Ausblicken (Abb. 7) wandern wir jetzt mit einem großen Bogen Richtung Südwesten in etwa 20 Minuten zur ebenfalls bewirtschafteten Gusenalm (Abb. 8). Vor uns öffnet sich Richtung Westen (Abb. 9) der Blick in einen schönen Almkessel mit einem Hüttendorf. Hinter der Gusenalm beginnt nun der Aufstieg zum Gipfel des Goldecks. Zu Beginn fast eben und etwas steinig bzw. an einer Stelle sogar leicht felsig (Abb. 10), durchwandern wir hangquerend steiles Waldgelände. Nach einer Rechtsbiegung kommen wir wieder ins Almgelände (Abb. 11), in dem unser gut begehbarer Wiesenpfad steiler ansteigt. Nach rund 20 Minuten von der Gusenalm wendet sich unser Weg von Westen nach Nordosten (Abb. 12). Geht es zuerst noch über offenes Gelände, betreten wir dann erneut Waldgelände, in dem es – steiler werdend – aufwärts geht. Etwa auf halbem Weg von der Gusenalm zum Gipfel genießen wir den Blick Richtung Norden (Abb. 13) zur Reißeckgruppe, die bereits zu den Hohen Tauern zählt. Weiter steil aufwärts öffnet sich langsam das Gelände und wir erreichen die Waldgrenze. Vor uns wird wieder die Gipfelregion mit dem mächtigen Sender des Goldecks (Abb. 14) sichtbar. Es geht über steiles Wiesengelände, das im Frühsommer von Almrosen (Abb. 15) bewachsen ist, weiter aufwärts. An der höchsten Stelle lohnt es, sich umzudrehen, um die Bergwelt mit der Kreuzeckgruppe (Abb. 16) westlich von uns zu bewundern.
Kurz mit schönem Blick (Abb. 17) leicht abwärts, erreichen wir nach rund 70–75 Minuten von der Gusenalm das Thörl (ca. 2.035 m). Hier könnte man alternativ oder ergänzend halbrechts zum Seetalnock (2.130 m) aufsteigen. Wir aber wandern geradeaus links bzw. nördlich des Seetalnocks in einem leichten Auf und Ab Richtung Nordosten in wenigen Minuten zu einer Hütte und weiter auf einer steilen Sandstraße aufwärts (Abb. 18) zur nur im Winter geöffneten Panoramahütte (ca. 2.110 m) und vorbei am Sender zum Gipfelkreuz des Goldecks (Abb. 19), das wir vom Ausgangspunkt nach ungefähr 2½–2¾ Stunden erreichen.
Dort erwartet uns ein großartiger Rundblick, zwei Panoramatafeln helfen bei der Identifizierung der zahlreichen von hier sichtbaren Berge. Im Süden (Abb. 20) reicht der Blick hinter unserem Ausgangspunkt bis zu den Karnischen und Julischen Alpen, sogar der höchste Gipfel Sloweniens, der Triglav (2.864 m), ist gut zu sehen. Im Nordwesten (Abb. 21) sind hoch über dem Drautal und hinter der Reißeckgruppe einige schneebedeckte Gipfel der Hohen Tauern zu sehen: die Hochalmspitze (3.360 m), der Ankogel (3.252 m) und – bei viel Wetterglück – der Großglockner (3.798 m). Im Norden (Abb. 22) erblicken wir unter uns die Bezirkshauptstadt Spittal an der Drau, den Millstätter See und dahinter die sanften Nockberge. Im Osten (Abb. 23) hinter weiteren Erhebungen auf dem Goldeckstock sieht man das Drautal Richtung Villach und die Karawanken dahinter.
Wir steigen mit Blick zum benachbarten Seetalnock (Abb. 24) wieder zur Panoramahütte und zur Bergstation der nur im Winter betriebenen obersten Sektion der Goldeckbahn ab. Um nicht auf der Sandstraße mit einigen Serpentinen zum von hier schön zu sehenden Parkplatz Seetal absteigen zu müssen, wandern wir auf dem Aufstiegsweg zurück zum Thörl und dort links abbiegend nach Süden (Abb. 25) abwärts Richtung Kapelleralm. Zuerst auf einem etwas ausgewaschenen Steig hangquerend und nach einer Rechtswendung über einen steiler werdenden Wiesenpfad geht es flott abwärts. Bei einer Wegteilung halten wir uns links – rechts geht es zur Kapelleralm – und erreichen nach gut 25–30 Minuten vom Thörl wieder die Forststraße, auf der wir am Beginn der Tour bereits unterwegs waren. Nach einem schönen Blick Richtung Osten (Abb. 26) und einer Linkskurve sehen wir bereits unseren Ausgangspunkt (Abb. 27), zu dem wir vom Gipfel des Goldecks nach etwa 55–60 Minuten gelangen. Zum Abschluss lohnt sich die Einkehr in die Wieserhütte (Abb. 28).
Geogr. Länge/Breite: 13°27'33''/46°45'06''
Rechtswert (UTM): 382325 m (Zone: 33 N)
Hochwert (UTM): 5178725 m (Zone: 33 N)
